Ver- und Entsorgung

    Warnstreiks bei Uniper

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    Warnstreiks bei Uniper

    Im Tarifkonflikt beim Kraftwerksbetreiber Uniper haben die Gewerkschaften ver.di und IG BCE den Druck erhöht. Warnstreiks am Mittwoch, dem 16. Januar führten dazu, dass bundesweit mehrere Kraftwerke «abgemeldet» wurden, also nicht am Netz waren. Das Kohlekraftwerk Heyden im ostwestfälischen Petershagen-Lahde hat ganztägig keinen Strom erzeugt. Rund 80 der gut 100 Beschäftigten waren in den Ausstand getreten, vermerkte Betreuungssekretär Karl-Christian Ebenau. Lediglich eine Notbesetzung sorge dafür, dass kein Schaden am Kraftwerk entstehen konnte.

    Bereits am vorangegangenen Dienstag nahm die komplette Ausbildung an einem Warnstreik vor der Konzernzentrale in Düsseldorf teil.

    Ver.di und die IG BCEnergie fordern, die Vergütungen um 6,8 Prozent bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten anzuheben. Uniper habe bisher lediglich eine Erhöhung in zwei Stufen um 1,8 Prozent und 2,3 Prozent bei einer Gesamtlaufzeit von 25 Monaten angeboten.

    Uniper gehört zu den größten deutschen Stromproduzenten und betreibt bundesweit Kohle-, Gas und Wasserkraftwerke.

    • Die nächste Verhandlungsrunde findet am Donnerstag, 17. Januar 2019, in Düsseldorf statt.

    Zu diesem Termin sind auch die Tarifkommissionen beider Gewerkschaften eingeladen. Sie werden über den dann erreichten Verhandlungsstand beraten.

    "Wenn wir in der dritten Runde zu keiner Einigung kommen, sind unbefristete Streiks nicht mehr ausgeschlossen", so der Kollege Jörn Wittkugel, örtlicher Betriebsratsvorsitzender und Sprecher der ver.di Konzernvertrauensleute (KVL) zu den Streikenden.

    Warnstreik bei Uniper 16.01.2019 Foto: Karl-Christian Ebenau Warnstreik bei Uniper 16.01.2019
    Warnstreik bei Uniper 16.01.2019 Foto: Karl-Christian Ebenau Warnstreik bei Uniper 16.01.2019
    Warnstreik bei Uniper 16.01.2019 Foto: Karl-Christian Ebenau Warnstreik bei Uniper 16.01.2019