Jugend

    Übernahme von JAVen nach Abschluss der Ausbildung

    Schutz von Jugendvertretungen

    Übernahme von JAVen nach Abschluss der Ausbildung

    In Kürze stehen eure Abschlussprüfungen zur Beendigung eurer Ausbildung an. Gleichzeitig kümmert ihr euch um die Übernahme der Auszubildenden in euren Betrieben bzw. Dienststellen. Doch wie sieht es nun eigentlich mit deiner eigenen Übernahme aus?

    Als engagiertes Mitglied der Jugendvertretung (JAV), kann es schon mal vorkommen, dass du mit deinem Arbeitgeber aneinander gerätst. Damit du dich trotzdem für die Interessen der Auszubildenden einsetzen kannst und frei in deiner Entscheidung bist, gibt es entsprechende Schutzbestimmungen. Diese schützen dich als Mitglied der JAV vor Repressionen und somit auch vor Benachteiligung bei der eigenen Übernahme nach der Ausbildung.

    Übernahme – deine Schutzrechte

    Nach aktueller Rechtsprechung gibt es einen Übernahmeschutz mit einer Nachwirkung von einem Jahr:

    • Für ordentliche Mitglieder der JAV
    • Für Ersatzmitglieder, die mindestens einmal ein ordentlich verhindertes Mitglied vertreten haben

    Übernahme – der Antrag

    Wenn du als JAV-(Ersatz-)Mitglied übernommen werden möchtet, musst du deine Übernahme schriftlich beim Arbeitgeber verlangen und damit geltend machen. Laut Gesetz gilt damit ein Arbeitsverhältnis als begründet, sofern du deinen Antrag innerhalb der letzten drei Monate des Ausbildungsverhältnisses stellst. Der Arbeitgeber muss dich daraufhin in deinem erlernten Beruf weiterbeschäftigen und dir eine Stelle in dem Betrieb anbieten, in dem du als JAV tätig bist.

    Übernahme – abgelehnt?!

    Grundsätzlich muss der Arbeitgeber ein JAV-Mitglied übernehmen und im erlernten Beruf bzw. in gleichwertiger Position weiterbeschäftigen. Will der Arbeitgeber dir kein unbefristetes Arbeitsverhältnis anbieten, muss er dir das wiederum schriftlich mitteilen – und zwar bis spätestens drei Monate vor der Abschlussprüfung.
    Hast du durch Antragstellung die Übernahme verlangt, kann dein Arbeitgeber den Übergang in ein unbefristetes Vollzeitarbeitsverhältnis nur durch ein Urteil des Arbeitsgerichts verhindern. Dazu muss das Arbeitsgericht innerhalb von zwei Wochen nach dem Ende des Ausbildungsverhältnisses angerufen werden. Solch ein Auflösungsantrag der Arbeitgeberseite ist nur dann begründet, wenn die Übernahme unter Berücksichtigung aller Umstände dem Arbeitgeber nicht zugemutet werden kann.

    Ich brauch mehr Input!

    Du möchtest weitere Infos rund um den Übernahmeanspruch als JAV? Dann haben wir folgende Angebote für dich: