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    Pressemitteilug 17.02.2022 - Dramatische Zustände in den KITAs

    Pressemitteilug 17.02.2022 - Dramatische Zustände in den KITAs

    17.02.2022

    Dramatische Zustände in den KITA´s

    Die aktuelle Berichterstattung in den Medien stellt auf die Situation in der Pflege und den Krankenhäusern ab. Es gibt jedoch noch Beschäftigte in Kita´s, die es besonders hart getroffen hat, denn sie betreuen ungeimpfte Kinder und sind besonderen Betreuungssituationen ausgesetzt.

    Eine von ver.di-OWL durchgeführte telefonische Anfrage in einigen kommunalen Kita´s ergab ein dramatisches Bild. Die aktuelle CORONA-Situation belastet ihre Arbeit enorm. Täglich neue Krankenstände von Kolleg*innen erschweren die Aufrechterhaltung des KITA-Betriebes. Eine Leiterin berichtete verzweifelt, dass sie heute 10 Krankmeldungen von 23 Beschäftigten bekommen habe und nicht weiß, wie die Kinder betreut werden sollen, denn Gruppen und Kolleg*innen dürfen nicht einfach zusammengelegt werden. 

    Erschwerend kommt hinzu, dass ein verschärftes Betretungsverbot besteht und die Kolleg*innen dadurch zusätzliche Belastungen erfahren. Kinder und Eltern müssen einzeln am Eingang in Empfang genommen werden. Bei durchgeführten Pooltestungen bekommen die Einrichtungen die Ergebnisse erst am Folgetag vor dem Dienstbeginn. Hier gilt es rasch zu handeln, wenn positive Befunde vorliegen. Die Leitungen müssen die Eltern benachrichtigen, deren Kinder betroffen sind. So lange werden die Kinder von den übrigen Kindern getrennt und beaufsichtigt, bis die Eltern sie abgeholt haben.

    All das bindet zusätzliche Personalkapazitäten, die bei der Arbeit mit den Kindern fehlt.

    „Zwei Jahre im Ausnahmezustand! Wir sind erschöpft und ausgebrannt. Wir können nicht mehr.“ so das mehrheitliche Fazit aus den Gesprächen mit den Beschäftigten.

    „Wir müssen funktionieren und keiner fragt, wie es uns dabei geht!“

    Potenziert wird der aktuelle Zustand durch die seit Jahren angespannte Personalausstattung in NRW. „Unser Minister Stamp sollte mal eine Woche bei uns arbeiten.“, so eine frustrierte Leiterin. Eine von ver.di-OWL initiierte Kampagne „Memo an die Zukunft“ richtet konkrete Forderungen an die Landesregierung.